2 Wochen Auslandspraktikum in Pilsen

Wie ist es, Pflege im Ausland zu erleben?

Auszubildende berichten von ihrem Praktikum in Pilsen – neue Eindrücke, spannenden Erfahrungen und einem frischen Blick auf ihren Beruf.

 

Wir (Lisa, Kristina, Noemi), drei Auszubildende des Pflegecampus Regensburg aus dem Kurs Nakama Cor, hatten die Möglichkeit für 2 Wochen lang ein Auslandspraktikum in Pilsen zu absolvieren. Am Sonntag sind wir angereist und kamen gegen 15 Uhr an, daher war es für uns möglich, entspannt unser Apartment zu beziehen, erste Besorgungen zu erledigen und die Stadt ein bisschen zu erkunden. Die ersten zwei Tage besuchten wir einen Sprachkurs, in dem uns die Sprachanimateure, Karel und Lenka, die tschechischen Grundlagen erklärten, sowie erste Begriffe der Fachsprache, die wir im Krankenhaus gut einsetzen konnten. Zusätzlich sind wir mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zu den verschiedenen Einsatzstellen gefahren, was uns sehr geholfen hat, da wir dann nicht ganz planlos waren:) 

 Am Ende der zwei Tage waren wir müde, aber hatten einen guten Überblick was für uns die nächste Zeit anstand. Am Mittwoch hatten wir unseren ersten Tag an der SZOS und waren bei einer Englischsstunde dabei und wurden von angehenden Masseuren massiert. Nachmittags haben wir den Zoo besucht und somit unsere Freizeit verbracht, bevor es am Donnerstag bereits um 6 Uhr ins Krankenhaus in Bory ging. Wir haben erste Einblicke in das tschechische Arbeitsleben bekommen, konnten aber auch viele Gemeinsamkeiten zwischen dem deutschen und tschechischen Gesundheitswesen feststellen. Am Freitag haben wir uns das Labor der Dentalhygiene ansehen können und eine Ernährungsberatung der angehenden Ernährungsexperten bekommen. Wir haben spannende Einblicke in Fachbereiche bekommen, die wir an unserer Schule gar nicht haben. Am Wochenende hatten wir dann Zeit die Stadt frei zu erkunden!

Am Montag ging es ins Uniklinikum Lochotin, in der es wenige Unterscheide zu Regensburg gab. Der größte Unterschied lag darin, dass die Schüler dort anders in den Alltag miteinbezogen wurden. Die AZUBIS arbeiten größtenteils alleine, nur unter Aufsicht einer Lehrerin, die sie immer an einem der beiden Praxistage pro Woche begleitet. An dem anderen Praxistag sind sie alleine auf Station und arbeiten mit den ausgelernten Fachkräften. Zusätzlich besuchten wir noch einen Erste Hilfe Kurs und einen Pharmakologie Kurs, wir wurden trotz der sprachlichen Barriere sehr gut integriert.

Am Donnerstag sind wir dann mit dem Zug nach Prag gefahren, um die unsichtbare Ausstellung zu besuchen - das war echt beeindruckend und hat unseren Blick auf sehbehinderte Menschen total verändert. Am letzten Freitag besuchten wir noch ein Senioren- und Kinderzentrum in Pilsen. Danach folgte noch eine Reflexion und Verabschiedung der zuständigen Lehrkraft. 

Das Praktikum in Pilsen war eine einzigartige und unvergessliche Möglichkeit, und wir sind sehr glücklich, das Praktikum absolviert zu haben!